Geschichte

Die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1217. In diesem Dokument werden ein  Konrad und ein Werner von Dadenberg als Zeugen genannt. Das Geschlechts der ’’Ritter von 440px-Wohnturm_Burg_Dattenberg_gerDadenberg’’ lässt sich mit Werner in einer Rennenberger Urkunde 1242 erstmals nachweisen. In dieser Zeit dürfte auch mit dem Bau des Burg Dattenberg begonnen worden sein, von der nur Teile des Bergfrieds erhalten sind.

Ein Wolfram von Dadenberg wird 1254 als Pächter des Linzer Apostelhofes erwähnt, 1260 begegnen wir einem Gumbert und 1269 einem Hermann von Dadenberg. Wahrscheinlich waren sie Söhne des Werner.

Anfang des 14. Jahrhunderts stand das Dattenberger Rittergeschlecht in Diensten des Kurfürsten von Trier und war in Nickenich, Andernach und Covern von diesem belehnt. Als der Trierer Erzbischof und Kurfürst Balduin von Luxemburg 1318 Dietrich von Isenburg erneut mit Burg Arenfels belehnte, reagierte der Kölner Erzbischof und Kurfürst, Heinrich von Virneburg, der Linz gerade zur Stadt erhoben hatte darauf, indem er Wilhelm von Dattenberg um 1330 dessen Burg und Herrschaft abkaufte und damit sein rechtsrheinisches Territorium im Süden abrundete und absicherte.

660px-Landhaus_Burg_Dattenberg_gerWohnturm der Burg DattenbergIm Jahre 1331 gelangte die Burg als Lehen des Erzstifts Köln den Ritter Rollmann von Sinzig zu Ahrenthal, Rollman und sein Sohn Heinrich nannten sich nun: Herr von Ahrenthal und Dadenberg. Nach einer Erbteilung wurde dessen Sohn Heinrich im Jahr 1363 mit Dattenberg belehnt, er und seine Nachkommen sich nun von Dattenberg. Im Jahr 1664 starb das im Mannesstamm aus.

Als neues „Mannlehen“ wurde 1767 „Burg und Gericht Dattenberg“ an Johann Friedrich Raitz von Frenz zu Gustorf mit der Bedingung verliehen, dass er der Stadt Linz den von den Untertanen der Herrschaft zu leistenden Beitrag zur Landsteuer pünktlich zahle und alle Bestandteile (Äcker und Weinberge) wieder in guten Zustand bringe. Johann starb bereits 1674, ebenfalls ohne männliche Erben. Nun zog die Kurfürstliche Hofkammer das Lehen endgültig ein.

Durch die Säkularisation kam das Lehen 1803 zunächst an Nassau und 1815 an Preußen. Der preußische Fiskus verkaufte 1822 die einst kurkölnischen Güter in Dattenberg. Nach zweimaligen Besitzerwechsel gelangten die Ruinen der Burg Dattenberg mit einem inzwischen im Vorburgbereich errichteten Landhaus, einschließlich Nebengebäuden, Weinbergs- und Landbesitz an den Berliner Baumeister Adolf Fuchs. Dieser ließ 1890 das Landhaus zu einer schlossartigen Villa umbauen. Seit den 1920er Jahren fand die auch „Neue Burg Dattenberg“ genannte Villa unterschiedliche Verwendung, die zusammenfassend „Domizil der Jugend“ bezeichnet werden kann: Schulung katholischer Mädchen durch die Jesuiten, „Landjahrlager“ in der NS-Zeit, „Jugendbildungsstätte“ und „Schullandheim des Rhein-Erft-Kreises“. Seit 1996 stand die Villa leer, eine beabsichtigte Nutzung als Seminar-Hotel scheiterte. Seit 2003 ist die Villa in Privatbesitz und restauriert.

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